Mütter profitieren von neuer Richtlinie zum Mutterschutz

Der Beschäftigungsausschuss des EU-Parlaments hat heute für die Ausweitung des Mutterschutzes auf 18 Wochen  gestimmt. Die Europaabgeordnete Nadja Hirsch begrüßte die Entscheidung als „wichtiges Signal an werdende Mütter und Arbeitgeber.“

Nach wochenlangen, zähen Verhandlungen im Ausschuss hatte sich der von den Liberalen unterstützte Vorschlag als fraktionsübergreifender Kompromiss herauskristallisiert.
 
„Ich sehe in einer Ausweitung des Mutterschutzes von derzeit 14 auf 18 Wochen einen Kompromiss, der den Bedürfnissen von Müttern und Arbeitgebern gerecht wird. Weitergehende Forderungen von bis zu 24 Wochen sind dagegen einfach nicht umsetzbar. Viel wichtiger ist es, dass EU-weit alle Frauen während dieser Zeit 100 Prozent ihres letzten Gehaltes erhalten“, erklärt die sozialpolitische Sprecherin der FDP im Europaparlament, Nadja Hirsch. „Wir nehmen die Gleichstellung ernst.“
 
Obwohl dies in Deutschland für die derzeit geltende Mutterschutzzeit von 14 Wochen der Fall ist, setzten sich CDU/CSU-Abgeordnete im Europarlament bis zuletzt für eine Absenkung der gezahlten Leistungen über eine Dauer von vier Wochen ein. Nadja Hirsch kommentiert: „Dies wäre ein falsches Zeichen an junge Frauen gewesen, denn die Union hatte eine Regelung gefordert, nach der die Mutter nur 67 Prozent ihres letzten Gehaltes erhalten hätte“.
 
Die Abstimmung im Beschäftigungsausschuss war die erste Hürde im Europaparlament hin zu einer neuen, europaweiten Regelung des Mutterschutzes. Diese wurde bereits 2008 von der Europäischen Kommission in die Wege geleitet. Mit Spannung wird nun die für  Ende März geplante Abstimmung im Frauenausschuss erwartet, denn deren Ergebnis ebnet den Weg für die endgültige Entscheidung des Parlaments im Plenum.

 


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