Bildungsgerechtigkeit ist ein CSU-Märchen

Zum Start des neuen Schuljahres befasste sich die Bayerische Staatsregierung Mitte des Monats in ihrer Schwerpunkt-Sitzung mit dem Thema Schule und Bildung. Laut Ministerpräsident Söder seien Bayerns Schulen „gut gewappnet“ für das neue Schuljahr;  Bayerns Kinder werden „mit besten Chancen ins Leben starten.“ Viele Verbände sehen das anderns.

Auch Martin Hagen, Spitzenkandidat der FDP Bayern, greift die einseitige Analyse der CSU an. Das Thema Chancengleichheit ist ihm dabei ein besonderes Anliegen: „In keinem anderen Bundesland hängt der Bildungserfolg eines Kindes so stark von seiner sozialen Herkunft ab wie in Bayern. In Bayern hat eben nicht jedes Kind dieselbe Chance, etwas aus seinem Leben zu machen. Bildungsgerechtigkeit ist ein CSU-Märchen.“

Hagen schließt daraus: „Für uns Liberale bedeutet das dreierlei: Wir brauchen erstens eine bessere frühkindliche Bildung. Wir brauchen zweitens einen Rechtsanspruch für einen Ganztagesschulplatz. Und wir brauchen drittens mehr individuelle Förderung.“

Enormen Aufholbedarf sieht Hagen in der Digitalisierung des Schullebens. Eine digital desorientierte CSU schaffe es immer noch nicht, ein funktionierendes Konzept vorzulegen. Im Gegenteil, Hagen meint: „Auch im Bereich digitale Bildung steht die bayerische Staatsregierung für Planlosigkeit. Das eigentlich Schlimme an der Wahlpanik der CSU ist, dass Programme aufgelegt werden, ohne dass dahinter tragfähige Konzepte und konkrete Maßnahmen stehen. Offen ist beim Thema digitale Bildung beispielsweise, was genau gefördert wird, oder aber was Mindeststandards in jedem Klassenzimmer sein sollen. Auch die Frage, wie eine digitale Bildungsschere zwischen reichen und armen Kommunen verhindert werden kann, bleibt unbeantwortet. Fragt man vor Ort bei den Lehrern nach, sieht man ebenfalls nur Fragezeichen in deren Gesichtern. Die traurige Wahrheit ist, dass in Bayern die digitale Bildung noch in den Kinderschuhen steckt.“


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