Mehr Organspender ermöglichen

Beschluss vom 77. Landesparteitag in Amberg

Die FDP Bayern fordert zur Steigerung der Organspendezahlen die Kombination der verpflichtenden Entscheidungslösung mit einem digitalen Spenderregister bei gleichzeitiger Liberalisierung der Lebensspende. Die Widerspruchslösung wird als starker Grundrechtseingriff in das Recht auf Selbstbestimmung abgelehnt. Ergänzend muss die Rolle der Transplantationsbeauftragten an den Entnahmekliniken nachhaltig gestärkt werden, indem diese sofern es erforderlich möglichst von ihren anderweitigen klinischen Aufgaben und Verpflichtungen freigestellt werden.  Wir fordern die bayerische Staatsregierung auf sich auf Bundesebene für eine Änderung des Transplantationsgesetzes einzusetzen und das Melderecht derart zu ändern, dass jede volljährige Person bei der Beantragung eines Personalausweises oder Reisepasses eine Entscheidung zu treffen hat, ob sie Organ- und Gewebespender werden will. Diese Entscheidung ist bei jeder Neubeantragung des Ausweisdokumentes wieder neu zu treffen. Während der Gültigkeit des Ausweisdokumentes kann der Bürger seine Entscheidung jederzeit gegenüber der Meldebehörde ändern. Wenn er sich nicht entscheiden möchte, dann wird er automatisch kein Spender. Die Abfrage soll durch technische Lösungen so ausgestaltet werden, dass eine geheime Entscheidung möglich ist.  Des Weiteren soll der Organspendeausweis ein Teil des Ausweisdokumentes  werden, in dem die Entscheidung dort maschinell auslesbar verarbeitet wird.


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